Geboren 1976 in Beuthen (Polen) bin ich als Elfjähriger mit meinen Eltern nach Gießen an der Lahn ausgesiedelt. 

Nach meinem Abitur zog ich nach Frankfurt am Main, wo ich bis auf einen Zwischenstopp in Avignon (Frankreich) lebe und arbeite.

In meiner Freizeit lese ich gerne und höre viel Musik. Oft besuche ich Frankfurter Museen, Theater, Kabarett oder Theater. Ich reise gern und unternehme so viel wie möglich mit meinen Freunden. Wenn es die Zeit zulässt, rudere ich bei der Nassovia Höchst.

Der Name Kusch ist mutmaßlich der Bibel entnommen. Wahrscheinlich handelt es sich um einen der Bibel entlehnten Vornahmen, der irgendwann zum Nachnamen wurde. Trotz der unspektakulären Herkunft meines Namens, lohnt es sich etwas mehr über die Könige von Kusch zu erfahren.


Du bist Deutschland, oder? 

In einer groß angelegten Werbekampagne haben wir vor einiger Zeit erfahren, dass man nur tüchtig arbeiten und stolz auf sein Land sein muss, damit alles besser wird. 

Hinter angeblich neuem positiven Nationalstolz vermittelte diese Werbung eine klare Botschaft: Jedes Mitglied der glücklichen Familie deutscher Nation möge sich gefälligst selbst um seinen Aufstieg kümmern. Denn wer Deutschland ist, braucht keine Hilfe vom Staat. Kaum drei Jahre später, wählt die Leistungselite der Rentner, Banker und Erben die libertäre Tigerente, deren Politik auf die Privatisierung aller gesellschaftlichen Aufgaben zielt. 

Amerika macht es vor: Dank privater Kranken- und Rentenversicherungen bereichern sich einige Wenige, während der Staat zunehmend handlungsunfähig wird und breite Bevölkerungsteile verelenden. Private Polizeidienste überwachen ganze Siedlungen derer, die solche Diente finanzieren können. Durch Werbung finanzierte Medien vernebeln Verbrauchern ihre Sinne, während Pharmariesen die Märkte mit ungetesteten Impfstoffen und Medikamenten überschwemmen.

Diese libertäre Politik hat in Deutschland starke Verbündete. Unterstützt werden diese Retter des freien Marktes von einer Europäischen Union, die ihre Kompetenzen hemmungslos ausweitet und die Nationalstaaten untergräbt. 

Wer ist Europa? 

Fragen wir asiatische Touristen nach ihrem Eindruck, ist Europa eine Mischung aus Freilichtmuseum, Schlachtfeld und Markt. Politiker werden vom innovativsten Standort der Welt sprechen. Bürger werden höchstens schulterzuckend nach einem positiv besetzten gemeinsamen Nenner suchen.

Denn mal ehrlich, was haben Polen mit Spaniern, Dänen mit Italienern und Deutsche mit Bulgaren gemeinsam? Ein Kontinent. Ja, aber genügt das, wenn weder die Sprache, noch die Bräuche und manchmal nicht mal der Glaube gleich sind?

Die Urväter der europäischen Vereinigung schwärmten einst von einem gemeinsamen Staat in dem verschiedene Völker in Frieden leben können. Funktioniert das?

Klar! Deutschland funktioniert doch trotz der Rivalität zwischen Frankfurt und Offenbach, Köln und Düsseldorf, trotz immenser Unterschiede in Kultur und Mentalität zwischen Hamburg und München oder Freiburg und Rostock, trotz teilweise konträrer Interessen einzelner Bundesländer. Oder vielleicht sogar deswegen?

Vor Luther hatten wir noch nicht mal eine gemeinsame Sprache, vor Napoleon kein gemeinsames Land und vor Kohl keinen gemeinsamen Reibungspunkt. Und in Europa?

Aus der Idee einer europäischen Staatengemeinschaft ist nur ein gemeinsamer Markt geblieben. Die Europäische Union regelt jeden unserer Lebensbereiche und mischt sich sogar in Themen ein, die ausschließlich Nationalstaaten vorbehalten sind. Die Wahlbeteiligung an den Wahlen zum Europaparlament zeigt Gebilde ist weder besonderes Vertrauen genießt noch im Stande ist eine europäische Identität zu stiften.

Warum sollte sie auch. Den europäischen Binnenmarkt haben wir, in den meisten Ländern sogar mit einer gemeinsamen Währung. Von einer politischen Union ist Europa freilich noch sehr weit entfernt. Mit einem Parlament, das nicht zu sagen hat und einer politischen Willensbildung, die kein Bürger versteht, gewinnt man keine Herzen und vereinigt schon gar keiner Völker. Die Entwicklung über Markt, Reisefreiheit und gemeinsamer Währung hat ihr Maximum erreicht.

Ohne einer echten Perspektive für die Vereinigung Europas, versagen alle Versuche, diese Union demokratischer zu machen. Alle Feigenblätter wie der Vertrag von Lissabon können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die EU eine Behörde ist, die per se nicht demokratisch sein kann.

Für eine echte europäische Staatengemeinschaft brauchen wir neue Institutionen, die auf der Grundlage einer echten europäischen Verfassung agieren. Dafür braucht es Europäer, die sich für neue demokratische Gesellschaftsordnung in Europa einzusetzen. Denn du bist Europa...